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Partizipative Komposition und Musik = Stückentwicklung - Fortbildung Spielleiter*innen: Musikalische und kompositorische Arbeitsmethoden mit jungen Menschen

Start/Ende: 23.01.2026 - 25.01.2026

Zielgruppe

Verantwortliche von Musik- und Theaterproduktionen mit Jugendlichen, Schulmusiker*innen, Leiter*innen von Theater-AGs, Bands und Chören, Ensembleleiter*innen in der Amateurmusik und an Musikschulen und Interessierte
Termine

FR, 23.01.2026 17:00 - SO, 25.01.2026 14:00
Anmeldeschluss

14.12.2025
Kursplätze

0
Ort

Musikakademie Rheinsberg
Kategorie

Musiktheater & Bühne
Preis

180,00€ Kostenbeitrag exkl. ÜN/FR; inkl. Mahlzeiten198,00€ Kostenbeitrag inkl. ÜN/VP im DZ (ermäßigter Preis)248,00€ Kostenbeitrag inkl. ÜN/VP im EZ (ermäßigter Preis)244,00€ Kostenbeitrag inkl. ÜN/VP im DZ (Normalpreis)294,00€ Kostenbeitrag inkl. ÜN/VP im EZ (Normalpreis)


Die Oper | Das Musiktheater als Kunstform lebt in seiner Essenz von der Intensität der Musik als eigenständiges, ganz aus sich heraus wirkendes künstlerisches Gestaltungsmittel.
Torsten Knoll, vielseitiger Theatermacher- und Musiker, Komponist und als Dozent im permanenten Austausch mit jungen Menschen und ihren Ideen, ist auch selbst musikalischer Performer. In dieser Fortbildung bietet er Impulse für den praktischen Prozess. Gemeinsam soll erprobt werden, wie der Weg von einem Thema, einem Text, einer Idee, einem Gefühl oder auch nur einem Wort, zur Übersetzung in Musik gestaltet werden kann. Wie klingt eine Sorge, welcher Rhythmus beschreibt ein Lachen? Ziel ist es, das aufeinander Hören und Lauschen, die kreative Zusammenarbeit zu fördern und die Begeisterung für das Musiktheater zu stärken. Es wird auf Augenhöhe, forschungsfreudig und im Austausch eigener Erfahrungen gearbeitet.


Kompositorische und musikalische Arbeitsweisen zur Entwicklung eines Musiktheaterstücks von und mit Kindern und Jugendlichen

Jugendliche Partizipation in künstlerischen Prozessen:

  • Berücksichtigung unterschiedlicher kultureller Hintergründe, Zugänge und Lernstile
  • Barrierearme Zugänge  
  • Improvisationsgrundlagen und Spielräume  
  • Kompositorische und musikalische Arbeit mit Jugendlichen    
  • Ideenentwicklung und Übersetzung in musikalischen Ausdruck  
  • ein Stück-Thema entwickeln aus der musikalisch-dramatischen Perspektive  
  • Umgang mit Herausforderungen im Prozess  

Inspiration für die musikalische und damit verbunden die szenische Arbeit:

  • Rhythmische Struktur, Groove-Frames, MotiveSounddesign-Methoden (Layering, Texturen, Raumklang)   
  • Subtextarbeit und Bedeutung von Musik, Klang und Stimme für die Szene    
  • Musikalische Charakterentwicklung von Rollen und Szenen in der Gesamtdramaturgie   

Praktische Übungen:

  • Strukturiertes Improvisieren (Groove- und Motivbausteine, Call-and-Response)  
  • Improvisationsübungen mit klaren Rahmenbedingungen (Tonart, Tempo, Dynamik)  
  • Klang- und Materialideen erforschen  
  • Alltagsgeräusche in Klangcollagen verwandeln  
  • Elektronische und akustische Klangerzeuger kombinieren  
  • Einfache DAW-/Sequenz-Übungen 

Persönliche Weiterentwicklung:

  • Reflektion über das eigene Schaffen und die eigene Wirkung.    
  • Austausch mit Kolleg*innen, die ähnliche Aufgaben bewältigen.   
  • Eigene künstlerische Stimme finden  
  • Freies assoziatives Denken trainieren  
  • Fehlertoleranz und Experimentierfreude stärken  
  • Bühnenpräsenz  


Tag
Uhrzeit
Programmpunkt
Freitag, 23.01.2026
17:00 – 18:00 Uhr
Begrüßung und Kennenlernen

19:00 – 21:00 Uhr
Methodik und Erfahrungsaustausch
Samstag, 24.01.2026
09:00 – 12:00 Uhr
Erste methodische, musikalische und kompositorische Aufgaben; gemeinsame und individuelle Recherche; Hören und Zuhören

14:00 – 18:00 Uhr
Fortführung der Arbeitsphasen

19:00 – 21:00 Uhr
Gemeinsame Arbeits- und Austauschphase
Sonntag, 25.01.2026
09:00 – 12:30 Uhr
Vorbereitung der Präsentationen

12:30 – 14:00 Uhr
Abschlusspräsentation, Reflexion und Feedback beim Mittagessen



Bitte reichen Sie bei der Anmeldung Ihre individuellen Fragestellungen ein und wenn Sie möchten, auch Material, an welchem Sie aktuell arbeiten (annika.haller@musikkultur-rheinsberg.de). Wir versuchen diese dann gerne bei der Kursplanung zu berücksichtigen. Wir freuen uns darauf, Ihre Arbeit mit jungen Menschen zu bereichern und Raum für persönliche Weiterentwicklung zu schaffen!  

Die Anerkennung des Workshops ist als Fortbildung für Musikschullehrkräfte in Brandenburg sowie im Sinne des §3 Abs. 2 BbgMKSchulG als Ergänzungsangebot in der Lehrerfortbildung in Brandenburg beantragt.


gefördert vom 

Dozierende

Torsten Knoll

Torsten Knoll studierte Jazzklavier und -gesang sowie Filmmusikkomposition. Seit 2005 arbeitet er als Theaterkomponist an diversen Bühnen wie dem Residenztheater München, dem Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Schauspielhaus Bochum, dem Nationaltheater Mannheim oder dem Staatsschauspiel Dresden. Dabei arbeitete er unter anderem mit den Regisseur*innen Andrzej Woron, Johanna Schall, Martina Eitner-Acheampong, Aureliusz Smigiel, Meera Theunert und Ayşe Güvendiren zusammen. Von 2010 bis 2018 hatte Torsten Knoll die musikalische Leitung der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg inne. Seit 2024 ist er musikalischer Leiter des Studiengangs Schauspiel an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Torsten Knoll lebt und arbeitet in Berlin.