Navigation

Gespräche am Rheinsberger Musenhof - 5. KOLLOQUIUM – FRAUEN

KURSNUMMER: 260424a

Zielgruppe

Alle an interdisziplinärem Gedankenaustausch Interessierten aus Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit
Termine

FR, 24.04.2026 15:00 - SA, 25.04.2026 18:00
Anmeldeschluss

05.04.2026
Kursplätze

23/40 belegt
Ort

Schloss Rheinsberg , Musikakademie Rheinsberg
Kategorie

Konzerte & Veranstaltungen
Preise

50,00€ Kostenbeitrag
Beinhaltet die Teilnahme am Kolloquium, die Pausenversorgung und das Mittagessen am Samstag, den 25. April, sowie ein Ticket für eines der drei mit (*) gekennzeichneten Konzerte.
Ansprechpartner*innen

Fragen zu Unterkunft, Verpflegung und Rechnungslegung:
Birgit Gabel, Viola Wangler
gaeste@musikkultur-rheinsberg.de


Veranstaltungsdetails

Vier Rheinsberger Kulturakteure laden gemeinsam Wissenschaftler, Liebhaber und Kenner preußischer Geschichte und Kultur ebenso wie historisch, literarisch oder kulturell Interessierte zum interdisziplinären Gedankenaustausch.

Beginnend mit Friedrichs Musenhof gingen von Rheinsberg seit dem 18. Jahrhundert bis heute Impulse aus, die weithin rezipiert werden. Diese Momente möchte das Symposium aus den vielfältigen Blickwinkeln von Historikern, Kunsthistorikern, Garten- und Baudenkmalpflegern, Germanisten und Musikwissenschaftlern beleuchten und Fragen an einen marginalen, aber nicht unbedeutenden Ort preußischer Geschichte stellen.

Im Jubiläumsjahr »H300« anlässlich des 300. Geburtstags von Prinz Heinrich von Preußen widmen sich die inzwischen 5. Gespräche am Rheinsberger Musenhof einem bislang wenig betrachteten Aspekt seines Lebensumfeldes: Den Frauen an seiner Seite, in seinem familiären, politischen und kulturellen Netzwerk sowie ihrem Einfluss auf Heinrichs Denken, Handeln und Selbstverständnis. Anhand ausgewählter Beispiele werden weibliche Handlungsspielräume, Formen von Nähe, Loyalität und Einflussnahme sowie die Rolle der Frauen im Gefüge des Rheinsberger Musenhofs und im europäischen Kontext des 18. Jahrhunderts nachgezeichnet.

Programm 2026

​DO, 23. April 2026, 19.30 Uhr | St. Laurentius Kirche Rheinsberg

»Frauen am Hof – Ein Hoch auf alle Wilhelmines!«
HYMNEN UND VISIONEN*
Werke von Hildegard von Bingen und der byzantinischen Äbtissin Kassia | Ensemble VocaMe | Weitere Informationen?


FR, 24. April 2026, 15 Uhr | Schloss Rheinsberg

Detlef Fuchs, Mathias Gebauer (Rheinsberg)
FRAUEN IM SCHLOSS UND GARTEN***
Führungen durch Schloss und Garten | Treffpunkt: 15 Uhr, Schlosshof


FR, 24. April 2026, 18 Uhr | St. Laurentius Kirche Rheinsberg

»Frauen am Hof – Ein Hoch auf alle Wilhelmines!«
BALLADEN UND DIE MINNE*
Werke von Hadewijch von Antwerpen und Christine de Pizan | Ensemble VocaMe | Weitere Informationen?


FR, 24. April 2026, 19.30 Uhr | Schloss Rheinsberg, Spiegelsaal

Adelheid Krause-Pichler (Berlin)
AMALIE UND HEINRICH***
Zwei Geschwister im Einklang


SA, 25. April 2026, 9.30 bis 16 Uhr | Schloss Rheinsberg, Remise

Michael Kaiser (Max-Weber-Stiftung Bonn)
ANNA VON PREUSSEN**
Die Kurfürstin als bessere Wahrerin dynastischer Interessen

Andreas Pečar (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
NUR EIN EMISSÄR DES PREUSSENKÖNIGS?**
Prinz Heinrich und Katharina II. von Russland

Thomas Biskup (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)
»NICHTS SCHEINT SIE ZU ERMÜDEN«**
Herzogin Philippine Charlotte und Prinz Heinrich im brandenburgisch-braunschweigischen Familienverband

Jürgen Luh (Potsdam)
DIE PRINZESSIN UND HEINRICH**
Wilhelmine von Hessen-Kassels Beziehung zum Preußen-Prinz

Katrin Schröder (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten)
»MADAME, SIE KOMMEN IN MEINE EREMITAGE!«**
Die Freundschaft des Prinzen Heinrich mit der polnischen Fürstin Izabela Czartoryska


SA, 25. April 2026, 17 Uhr | Schlosstheater Rheinsberg

»Frauen am Hof – Ein Hoch auf alle Wilhelmines!«
BRIEF AN DIE ZUKUNFT – SAUDADES OF THE FUTURE*
Szenischer Konzertabend mit dem Trio Gilu | Weitere Informationen?


Kostenpflichtiges Konzert der Kammeroper Schloss Rheinsberg*
Kostenpflichtig im Rahmen der Gespräche am Rheinsberger Musenhof**
Kostenfreie Teilnahme, Anmeldung erbeten***

Teilnahmebeitrag

Der Teilnahmebeitrag beträgt 50,-  € p. P. für Vollzahler*innen und 40,-  € für Studierende. Er umfasst pauschal die Teilnahme an sämtlichen im Rahmen des Kolloquiums stattfindenden Referaten; an der Führung durch Schloss und Garten am Freitag, den 24. April; die Pausenversorgung und das Mittagessen am Samstag, den 25. April sowie ein Ticket für eines der drei mit (*) gekennzeichneten Konzerte, das Sie uns bitte im Rahmen der Anmeldung bekanntgeben.

Weitere Tickets für die angegebenen Konzerte erhalten Sie online auf musikkultur-rheinsberg.de/tickets sowie über die Ticket-Hotline der Musikkultur Rheinsberg: 033 931 - 721 17 (MO-FR, 10-15 Uhr)

Kooperationen

In Kooperation mit dem Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V., dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg sowie dem Research Center Sanssouci – Für Wissen und Gesellschaft (RECS).

Logo Research Center Sanssouci


Impressionen
Dozierende

Dr. Thomas Biskup

Thomas Biskup studierte Latein und Geschichte an den Universitäten Göttingen und Cambridge. 2001 promovierte er an der University of Cambridge. Es folgte eine Tätigkeit als Junior Research Fellow am Somerville College der University of Oxford. Von 2006 bis 2010 war er als RCUK Fellow in Enlightenment Studies (Tenure Track) an der University of Hull tätig. Seit 2010 lehrt er dort als Hochschuldozent Geschichte der Frühen Neuzeit am Department of Humanities und ist zudem Director of Postgraduate Research. Seit 2024 leitet er das Projekt »Zeugnis geistlicher Naturkunde und Archiv historischer Biodiversität: Das Herbarium Ruperti der HAB«. Thomas Biskup ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur preußischen Geschichte und zur Kulturgeschichte.

Dr. Michael Kaiser

Michael Kaiser studierte Geschichte, Latein und Mittellatein an der Universität zu Köln. 1997 promovierte er ebenda mit einer Studie zum Dreißigjährigen Krieg. Seit 2008 ist er bei der »Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland« für den Aufbau von Forschungsinfrastrukturen zuständig. Lehraufträge führten ihn an die Universitäten Bonn und Köln. Seine Forschungen gelten dem Dreißigjährigen Krieg, der politischen Kultur der Landstände sowie der brandenburgischen Geschichte, insbesondere in der Zeit des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits.

Dr. Adelheid Krause-Pichler

Adelheid Krause-Pichler studierte Querflöte und Musikwissenschaft in Freiburg im Breisgau mit den Abschlüssen Magister Artium und Dr. phil. Von 1976 bis 1997 war sie als Dozentin tätig – unter anderem an der Pädagogischen Hochschule Berlin, der Hochschule der Künste Berlin sowie an der Universität Rostock. Ihre Arbeit umfasst Publikationen zu wenig bekannten Musiker*innen und Komponist*innen des 18. Jahrhunderts sowie Notenherausgaben und -bearbeitungen vernachlässigter Werke.

Dr. Jürgen Luh

Jürgen Luh studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin. 1993 promovierte er zum »Unheiligen Römischen Reich«. Von 1988 bis 2002 war er als Assistent an der Freien Universität Berlin sowie an der Universität Potsdam tätig. Seit 2002 arbeitet er als Historiker bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG). Bis 2022 war er dort wissenschaftlicher Leiter und Kurator verschiedener Ausstellungen (u.a. »Friederisiko«, Potsdamer Konferenz). Seit 2016 ist er Direktor des Research Center Sanssouci (RECS).

Seine Forschungen und Veröffentlichungen gelten der preußischen Geschichte sowie der deutschen Geschichte vom 16. bis zum 20. Jahrhundert, insbesondere der Militärgeschichte.

Prof. Dr. Andreas Pečar

Andreas Pečar ist seit 2010 Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er ist Mitglied des dortigen Interdisziplinären Zentrums für die Erforschung der Europäischen Aufklärung und engagiert sich in der Dessau-Wörlitz-Kommission.

Er publizierte zur Herrschaftsrepräsentation, zur Hofkultur und höfischen Gesellschaft, zur politischen Kommunikation, zur Aufklärungsforschung sowie zur Universitätsgeschichte. Im Bereich der preußischen Geschichte arbeitete er unter anderem zu den Veröffentlichungen König Friedrichs II. sowie zur preußischen Universitätspolitik mit besonderem Blick auf die Universität Halle.

Katrin Schröder

Katrin Schröder studierte Landschaftsplanung (Landscape Architecture) in Berlin und Edinburgh und schloss das Studium als Diplom-Ingenieurin ab. Seit 2002 ist sie als Kustodin für Gartendenkmalpflege bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg tätig.