Pädagog*innen und Lehrkräfte an Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen, Kirchenmusiker*innen, Studierende entsprechender Fachrichtungen sowie (angehende) Leiter*innen von Instrumentalensembles mit entsprechenden Vorerfahrungen
Die Veranstaltung ist als zweitägige Fortbildung nach § 3 Abs. 2 Nr. 6 BbgMKSchulG anerkannt.
Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg e.V. (VdMK)
FR, 19.06.2026 17:00 - SO, 21.06.2026 13:30
Instrumente & Ensemblespiel, Schule & Musikschule
188,00€ Kostenbeitrag exkl. ÜN/FR; inkl. Mahlzeiten234,00€ Kostenbeitrag inkl. ÜN/VP im DZ (ermäßigter Preis)284,00€ Kostenbeitrag inkl. ÜN/VP im EZ (ermäßigter Preis)Ermäßigungsberechtigt sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Schüler*innen, Auszubildende und Studierende bis 27 Jahre. 274,00€ Kostenbeitrag inkl. ÜN/VP im DZ (Normalpreis)324,00€ Kostenbeitrag inkl. ÜN/VP im EZ (Normalpreis)
Fragen zu Unterkunft, Verpflegung und Rechnungslegung:
Birgit Gabel, Viola Wangler
gaeste@musikkultur-rheinsberg.de
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Sie sollen kurzfristig die Probenarbeit eines Ensembles übernehmen und möchten Ihre Dirigiertechnik auffrischen? Oder möchten Sie Ihre bisherigen Erfahrungen in der Ensembleleitung systematisch vertiefen – etwa im Hinblick auf ein wachsendes Repertoire, größere Besetzungen oder steigende künstlerische Anforderungen? Vielleicht wünschen Sie sich nach vielen Jahren in der Praxis einen professionellen »Check-up«, weil Sie sich schon länger fragen, ob Schlagbilder und Einsätze im musikalischen Alltag noch zuverlässig verstanden werden?
Dieser Kurs vermittelt zentrale Kompetenzen der Orchester- und Ensembleleitung mit Schwerpunkt auf klarer, funktionaler Dirigiertechnik im musikalischen Alltag. Im Fokus steht die Frage, wie Schlagbilder, Einsätze und Körpersprache so gestaltet werden können, dass sie im Ensemble zuverlässig verstanden und musikalisch wirksam werden.
Das Seminar richtet sich an Musikpädagog*innen, Lehrkräfte an Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen, Kirchenmusiker*innen, Studierende entsprechender Fachrichtungen sowie Leiter*innen von Instrumentalensembles – unabhängig von Größe, Besetzung und musikalischer Ausrichtung. Willkommen sind sowohl Teilnehmende mit ersten Dirigiererfahrungen als auch Fortgeschrittene, die ihre Sicherheit, Klarheit und Präsenz am Pult gezielt weiterentwickeln möchten. Im Mittelpunkt stehen zentrale Aspekte der dirigentischen Praxis:
- eine stabile und funktionale Körperhaltung
- eine präzise und ökonomische Schlagtechnik
- klare Einsätze und Zeichengebung
- die Vermittlung musikalischer Inhalte im Probenprozess
- der bewusster Einsatz von Körpersprache und nonverbaler Kommunikation
Die Teilnehmenden arbeiten daran, ihre dirigentische Klarheit und Verlässlichkeit zu stärken, die eigene Körpersprache bewusst einzusetzen und die Kommunikation mit dem Ensemble zu schärfen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Ensemblearbeit: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten mehrfach Gelegenheit, selbst zu dirigieren – sowohl im Einzelunterricht, als auch im Plenum. Zugleich musizieren sie im Kursensemble und können die erarbeiteten Inhalte damit sowohl aus der Perspektive der Leitenden, als auch aus der des Ensembles erproben und reflektieren. Darüber hinaus greift der Kurs typische Fragestellungen aus dem Proben- und Aufführungsalltag auf, darunter: - das Einrichten und Vorbereiten von Partituren
- probenmethodische Aspekte
- stilistische und interpretatorische Entscheidungen
Nicht zuletzt bietet er ausdrücklich Raum für den kollegialen Austausch über unterschiedliche pädagogische und berufspraktische Erfahrungen. Grundlegende Kenntnisse der Schlagfiguren und erste Erfahrungen im Dirigieren werden in diesem Kurs vorausgesetzt. Für Interessierte ohne entsprechende Vorerfahrungen empfiehlt sich der Kurs »Dirigieren für Einsteiger*innen«, der gezielt die Grundlagen der Chor- und Ensembleleitung vermittelt. Eine passive Kursteilnahme ist möglich. Als passive*r Teilnehmer*in wirken Sie als Instrumentalist*in im Kursensemble mit und können sämtliche Kursinhalte aus einer beobachtenden Perspektive reflektieren. Die entsprechenden musikpraktischen Erfahrungen werden auch hierfür vorausgesetzt. Die Veranstaltung ist als zweitägige Fortbildung nach § 3 Abs. 2 Nr. 6 BbgMKSchulG anerkannt. Sollten Sie Interesse an anderweitigen Fortbildungsnachweisen oder Anerkennungsmöglichkeiten haben, melden Sie sich gern bei uns.
Teilnehmende werden gebeten, die im Kursrepertoire vorgesehenen Werke, einschließlich eventueller Chor- und Solostimmen, vorzustudieren sowie ihre Instrumente zur Bildung eines Kursensembles mitzubringen.
Traditionelle Kanons »Froh zu sein bedarf es wenig«, »Viel Glück und viel Segen« Johann Sebastian Bach (1685–1750) Kantate BWV 56: »Ich will den Kreuzstab gerne tragen« Nr. 4: Rezitativ (Bass) Nr. 5: Choral »Komm, o Tod, du Schlafes Bruder«
Ludwig van Beethoven (1770–1827) Sinfonie Nr. 1 in C-Dur op. 21 I. Satz: Adagio molto – Allegro con brio IV. Satz (Anfang): Adagio – Allegro molto e vivace (fakultativ)
Jean Sibelius (1865–1957) Romanze in C-Dur für Streichorchester, Op. 42 Antonín Dvořák (1841–1904) Serenade in d-Moll für Blasinstrumente, Violoncello und Kontrabass, Op. 44. II. Satz: Tempo di minuetto
Carl Orff (1895–1982) Carmina Burana – Szenische Kantate für Solist*innen, Chor und Orchester Nr. 6: Tanz (fakultativ) In Kooperation mit dem Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg e.V.
Prof. Karl-Heinz Bloemeke
Nach dem Studium an der Hochschule für Musik Detmold sowie erweiterten Studien in Wien und Rom begann Karl-Heinz Bloemeke seine Theaterlaufbahn mit Stationen in Bielefeld, Coburg, am Staatstheater Darmstadt und am Nationaltheater Mannheim. Als Gastdirigent wirkte er an der Staatsoper Hannover, der Oper Frankfurt, dem Staatstheater Karlsruhe und der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg. Von 1991 bis 2001 war er Chefdirigent des Folkwang Kammerorchesters Essen. Ebenfalls von 1991 bis 2014 war er als ständiger Dirigent beim Sinfonieorchester Berlin tätig. Konzertreisen führten ihn in das gesamte europäische Ausland sowie in die USA.
Von 1985 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2017 war er als Professor für das Fach »Dirigieren« an der Hochschule für Musik Detmold tätig. Danach übernahm er Lehraufträge an den Hochschulen in Köln und Stuttgart. Ein Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt in der aktiven Förderung des musikalischen Nachwuchses, d. h. in der intensiven Arbeit mit jungen Solisten und jungen Orchestern: Er war Dirigent der Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie des Kammerorchesters Jeunesses Musicales. Von 1977 bis 1980 war er Chefdirigent des RIAS-Jugendorchesters. Von 1976 bis 1988 hatte er regelmäßig die Künstlerische Leitung der Internationalen Opernkurse der Jeunesses Musicales auf Schloss Weikersheim inne. Hinzu kommen die Mitarbeit beim Dirigentenforum sowie die Mitgliedschaft im Beirat »Orchester« (Deutscher Orchesterwettbewerb) des Deutschen Musikrats. Außerdem leitete er Dirigierkurse und Seminare für den Deutschen Musikrat, den Bayerischen Musikrat, Jeunesses Musicales Deutschland u. a.
Peter Christian Feigel
Peter Christian Feigel studierte Dirigieren, Schul- und Kirchenmusik, evangelische Theologie und Philosophie in Bielefeld und Detmold. Nach Engagements am Staatstheater Cottbus und am Berliner Friedrichstadt-Palast – dort als stellv. Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des jungen Ensembles – ist er seit 2010 Kapellmeister an der Staatsoperette Dresden und ständiger Gastdirigent an der Komischen Oper Berlin. Weitere Engagements führten ihn u. a. zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, zur Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, zum Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt, zur Oper Halle, zur Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg und zum Orchester des rumänischen Rundfunks in Bukarest. Beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin ist er ständiges Mitglied des Fachausschusses. Sein künstlerisches Profil ist geprägt durch eine große stilistische Bandbreite und ein umfangreiches Repertoire, das das traditionelle Musiktheater- und Konzertrepertoire ebenso einschließt wie Musical, Jazz, Pop und Cross-over. Zahlreiche CD- und DVD- sowie Radio- und TV-Produktionen belegen seine Kreativität und Vielseitigkeit.
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